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Von wann bis wann war welche Zeitepoche?

Nun, es war ja nicht so, das sich irgendwann zu Beginn des Mittelalters jemand hinsetzte und aufschrieb, „heute beginnt das Mittelalter“, sondern WIR geben ja HEUTE den vergangenen Zeiten Namen. Dies Nomenklatur einer Zeitspanne hilft uns, uns darüber zu unterhalten oder für die Welt der Vergangenheit eine Vorstellung zu entwickeln.

Zeitgeschichtliche Abschnitte oder Epochen werden meist an bestimmten Ereignissen oder Inhalten festgemacht und definiert. Hierfür eignen sich unter anderem:

Ereignisse und Inhalte
die einen bestimmten Zeitrahmen markieren oder in ihm dominieren.


Die Wahl dieser Inhalte oder Ereignisse, welche zur Bestimmung und Definition einer Zeitspanne herangezogen werden, sind sehr von der subjektiven Art und Weise des Betrachtens abhängig. Ein Militär sieht die Dinge sicher Anders, als ein Geistlicher, und ein Mensch, der die Welt versucht aus der Sicht der Menschen damals zu betrachten auch wieder. Doch eigenartigerweise sind sich die Daten trotzdem sehr nahe.


Datierungsmodelle

In den Geschichtswissenschaften gibt es unterscheideliche Datierungsmodelle, auf die wir später noch einmal näher eingehen werden.

Andere Periodisierungsmodelle

Für das Mittelalter gilt konventionell: 500 - 1500


Ereignissgeschichtliche Einteilung (konventionell)

Die moderne Geschichtswissenschaft neigt heute eher dazu, die Übergänge
von Alte Zeit / Antike zum Mittelalter und vom Mittelalter zur Neuzeit
als einen Prozess zu sehen, der sich über 300 - 400 Jahre erstreckt
und nicht an einem Datum festgemacht wird.

Beginn des Mitelalters

Ende des Mittelalters

Entstehung des begriffes Mittelalter

Der Begriff von "dem Mittelalter" entstand in der Zeit des Humanismus/Renaissance und der Reformation.


Aber zurück zur subjektiven Betrachtung.
Nehmen wir ein Beispiel:
Fragen wir einfach ein paar hundert Menschen, was ihnen zum Thema Mittelalter als ehestes einfällt.
So könnte die Antwort   „Ritter“ lauten. Fragen wir nun danach, was einen „Ritter“ ausmacht, kommen wir vielleicht zur Rüstung.
Betrachten wir nun den Zeitraum, in dem schwere Vollrüstungen zum tragen kamen, liegen wir wohl in der Zeit   von etwa 1400 an bis, nehmen wir den Fall / Aufgabe der Insel Rhodos, Dezember 1522 an, könnte man das Mittelalter von 1400 bis 1522 rechnen.
Tut aber keiner.


Was im Mittelalter wirklich dominierte, das war die christliche Religion mit Ihren „Blüten“, die unter anderem jede Form von Wissenschaft (Geistig, Technisch, Natur), unterband. Was zu einem Stillstand wissenschaftlicher, technischer und geistiger Entwicklung führte und zu einem Tunnelblick der gläubigen Gemeinschaft.
Der Begriff „dunkles Mittelalter“ bezieht sich gerade auf diesen Umstand, der geistigen Selbsteinschränkung. Was keineswegs bedeutet, das die Menschen dumm waren!
Nehmen wir nun diesen überaus dominierenden Aspekt der kulturellen und religiösen Welt, da hier ein enger Zusammenhang besteht, benötigen wir jetzt Eckdaten,   an denen wir Beginn und Ende dieses Effektes anbinden können.
Das Ende läst sich leicht finden.
Wir wählen ein kulturelles Ereignisse, das die Aufklärung   und Bildung vieler Menschen vereinfachte oder möglich machte und auch voran trieb. Genau, der Massenbuchdruck. Durch die Erfindung des Buchdruckes mit beweglichen, metallenen Lettern, Gutenberg 1450.   Der Beginn vom Ende, sozusagen.
Was war nun das Ereignisse, an dem wir den Beginn festmachen können?
Betrachten wir die Zeit des 8. Jh.
Zu dieser Zeit existierte das Christentum nur in Rom, im restlichem Europa, also auch im ostfränkischem Reich, rannten einige missionierende Mönche umher, der bekannteste mag vielleicht Bonifatius gewesen sein, die die Bevölkerung zum Christentum bekehren wollten.
Um diesem Vorschub zu leisten und wohl auch um Macht zu demonstrieren, ließ Rom 750 sein nördlichstes (?) Kloster gründen, welches im ostfränkische Reich auch gleichzeitig das größte war. Das Kloster Fulda.
Nur vier Jahre später wurde o.g. Bonifatius in Friesland getötet.( Er hatte die Angewohnheit, „heilige Bäume“ zu fällen, was den Unmut der „Heiden“ schürte. Tja, und der in Friesland, war wohl einer zuviel.). Er starb den Märtyrertod und wurde heilig gesprochen.
Hiermit nahm die massive Christianisierung Ihren Anfang. Mit allen Blüten und Auswirkungen, die wir heute kennen. Nehmen wir dies als Beginn des Mittelalters, so ergibt sich für das Mittelalter 750 – 1450, vorher die Alte Zeit und hinterher die Neuzeit, beginnend mit der Renaissance, die Zeit der Aufklärung und Umstürze begann.
Diese Zusammenfassung der Begründung ist sicher nur eine Zusammenfassung der markantesten Aspekte dieser Zeitpunkte und es gibt noch eine Menge andere Aspekte und Zusammenhänge, wie z.B. Grundlage für das Kaisertum.
Natürlich kann man auch anderes Aspekte der kulturellen, geschichtlichen, religiösen oder militärischen Ereignisse heranziehen. Z.B den Einsatz von Schwarzpulver als Grundlage der Waffentechnik im 15. Jh., oder..., oder..., oder... .
Doch ist der gewählte Ausdruck der Zeitspanne wohl der dominanteste für die Kultur und das Leben der Menschen.
Daher haben wir uns entschlossen, dieser Lehrmeinung zu folgen und definieren das Mittelalter von 750 – 1450.


Wir sehen das weitere so:
Nun gibt es die Epochen und deren Unterteilungen, als
Beispiel:
- Die Völkerwanderungszeit lag in der Alte Zeit,
- die Wikingerzeit im Mittelster
- die Renaissance in der Neuzeit

Vielleicht lösen sich ja mit dieser Definition einige Fragen und Verständnisschwierigkeiten auf.
Geschichte ist eben keine Wissenschaft, in der wir mit Laborversuchen und mit physikalischen Methoden eindeutig Messen können.
Menschen von heute beurteilen Dinge, Ereignisse und Menschen, die vor hunderter, ja gar tausenden von Jahren gelebt haben. Wenn ein Mann von heute auf einem Pferd in römischer Rüstung von Rom nach Trier reitet, und dafür zwei Monate braucht und hinterher ärztliche Versorgung, dann dürfen wir nicht daraus ableiten, auch wenn jener das glaubt, das ein römischer Legionär auch zwei Monate gebraucht hat und hinterher ins Lazarett mußte, oder das dies gar nicht möglich gewesen sei. Die Rüstung und sein Pferd waren sein täglich Brot. Er hat nicht die meiste Zeit an einem Schreibtisch gesessen sondern auf dem Übungsplatz mit Schild, Gladius und Pilum trainiert, in seiner Rüstung.
(Eine der kürzesten Entfernungen HEUTE beträgt rund 1280 km,   bei zwei Monaten wären das durchschnittlich 20 Km pro Tag. Wer weiß, ob unser Römer damals wirklich die kürzeste Strecke genommen hat. Die Ansicht der geografischen Welt war schon anders als heute.)
Wir wissen heute, das römische Legionen durchaus in der Lage waren pro Tag 60 bis 80 km zurückzulegen!
Und das mit allem, was ein Legionär so zu tragen hatte!
Zuf Fuß ! Nicht mit der Eseinbahn oder Truppentransportern.