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Otto I - Otto der Grosse


Herrscher des Mittelalters

Liste Mittelalter Herrscher
Otto I - Herrscher des Mittelalters

Otto I

Otto der Grosse


Geboren:  912 Gestorben:   973
König ab: 936 Kaiser ab: 963
Geschlecht: Ottone Nationalität: Sachse

Info:
Sohn Heinrichs, 936 Ernennung zum König,
962 Krönung zum Kaiser in Rom
setzt Leo VIII gewaltsam als Papst ein
bestätigt 962 alle Schenkungen an die Päpste



Kommentar
Die Durchsetzung des königlichen Machtanspruchs führt zu Auseinandersetztungne mit den Deutschen Herzögen


zusätzliche Infos zur Person / was geschah von 936 bis 973

JAHR

Ereignisse :


936

Bei der Krönung Otto I geraten die Erzbischöfe von Mainz, Trier und Köln miteinander in Streit darüber, wer den neuen Herrscher salben und weihen dürfe.Es wurde ein Kompromiss ausgehandelt. Der Erzbischof von Trier durfte den neuen König zum Thron geleiten, Hildibert von Mainz sollte ihn salben und Wigrid von Köln ihm die Krone halten.



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Ernennung Otto I (Sohn Heinrichs) zum König.



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Neuer Papst wird Leo VII. (+939).



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Ludwig IV. (der Überseeische) (+954), in England aufgewachsener Sohn Karls III. (der Einfältige), wird König Westfrankens; er kann sich aber nicht gegen den mächtigen Herzog Hugo (der Große) von Francien durchsetzen.



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Unter Abt Odo von Cluny (921-941) erstarkt die Reformbewegung der Kirche in Frankreich; Konflikt mit den weltoffenen Reichsklöstern. Vom Kloster Gorze in Lothringen geht etwas gemäßigtere Deutsche Kirchenreformbewegung aus, der sich vorübergehend die Klöster Hirsau, St. Blasien und Schaffhausen anschließen.



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Die aus dem 9.Jhdt stammende Wiperti-Krypta in Quedlinburg wird frühromanisch umgebaut.



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Während des Hoftages zu Erfurt bestimmt Heinrich I. vor den Stammesfürsten seinen ältesten Sohn Otto zum Nachfolger.



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Heinrich I., Sachsenherzog und deutscher König seit 919, stirbt in Memleben (Beisetzung im Münster von Quedlinburg).



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Otto I. (der Große), Sohn Heinrichs, wird im Aachener Münster vom Erzbischof von Mainz zum deutschen König gekrönt (+973). Die Stammesherzöge von Franken, Schwaben, Bayern und Lothringen übernehmen symbolisch die Hofdienste des Trunksess, Schenk, Marschall und Kämmerer. Otto I wird 962 zum Kaiser gekrönt werden.



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Otto I. (der Große) gründet gemeinsam mit seiner Mutter Mathilde das reichsfürstliche Frauenstift Quedlinburg.



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Bei der Krönung Otto I geraten die Erzbischöfe von Mainz, Trier und Köln miteinander in Streit darüber, wer den neuen Herrscher salben und weihen dürfe.Es wurde ein Kompromiss ausgehandelt. Der Erzbischof von Trier durfte den neuen König zum Thron geleiten, Hildibert von Mainz sollte ihn salben und Wigrid von Köln ihm die Krone halten.



937

Herzog Arnulf von Bayern stirbt. Seine Nachfolge tritt zunächst Eberhard an, der aber bald wieder von Otto I abgesetzt wird.



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+König Rudolf II. von Burgund (vor burgundischer Vereinigung 934 in Hochburgund) stirbt. Otto I. übernimmt den Schutz dessen unmündigen Sohnes Konrad III. (+993) und weitet das Machtgebiet des deutschen Reiches gegen die Interessen des (niederburgundische



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Der angelsächsische König Aethelstan von Wessex besiegt die Schotten und Northumberländer bei Brunanburth; gewinnt Oberherrschaft über Wales und Cornwall; sucht Verbindung zu Festlandsachsen.



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Araber dringen durch die Sahara in Afrika vor und gründen das Reich Kanem.



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Otto I. vermählt sich mit Editha, der Schwester Aethelstans, angelsächsischer König von Wessex.



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An der Elbe errichtet Otto I. die nördliche Grenzmark unter Hermann Billung gegen Wagrier und slawische Abodriten. Unter dem Markgrafen Gero außerdem die südöstliche Grenzmark gegen die slawischen Wilzen und Sorben.



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+Arnulf von Bayern stirbt. Otto I. beansprucht Oberhoheit des Reiches über die bayerische Kirche, was zum Aufstand der fränkischen und bayerischen Herzöge führt.



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Ungarn verwüsten auf Raubzügen Franken, Schwaben und Lothringen; ziehen weiter nach Frankreich und Italien.



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Herzog Arnulf von Bayern stirbt. Seine Nachfolge tritt zunächst Eberhard an, der aber bald wieder von Otto I abgesetzt wird.



938

Aufstand der deutschen Herzöge. Während gleichzeitig die Magyaren die Wenden und die Böhmen das Reich von aussen bedrohen beginnen die Herzöge im Innern einen Kleinkrieg gegeneinander. Leidtragende sind in erster Linie die Bauern.



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Otto I. zwingt die Aufstände der fränkischen und bayerischen Stammesherzöge nieder; übergibt Bayern an Berthold, den Bruder des im Vorjahr verstorbenen Arnulf von Bayern; Berthold verzichtet auf bayerische Rechte über die bayerische Kirche zugunsten des Reiches (siehe Vorjahr).



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Aufstand der deutschen Herzöge. Während gleichzeitig die Magyaren die Wenden und die Böhmen das Reich von aussen bedrohen beginnen die Herzöge im Innern einen Kleinkrieg gegeneinander. Leidtragende sind in erster Linie die Bauern.



939

Heinrich, jüngerer Bruder Otto I , macht sich zum Führer der Opposition. Er paktiert mit den Herzögen Giselbert von Lothringen und Eberhard von Franken, und nimmt auch Kontakt zu Ludwig IV von Frankreich auf. Heinrich sieht sich als legitimer Nachfolger des Vaters, da er gezeugt wurde, als Heinrich I schon König war. Otto I hingegen als der Vater nur den Herzogstitel trug. Im Mittelalter galt der sogenannte Porphyrogennetos, also der Purpurgeborene tatsächlich mehr vom Heil begünstigt, als eventuelle ältere Brüder.



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Das spanische Königreich León entreißt Madrid den Mauren.



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Neuerliche Empörungen gegen Otto I. durch die Herzöge Giselbert von Lothringen und Eberhard von Franken, wobei Lothringen den Beistand des französischen Königs Ludwig IV. sucht und Verbindung zu Ottos jüngerem Bruder Heinrich aufnimmt. Ludwig IV. rückt in Lothringen ein. Otto greift Giselbert und Eberhard bei Andernach siegreich an, Gieselbert ertrinkt auf der Flucht im Rhein, Eberhard fällt im Kampf.



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Heinrich, jüngerer Bruder Otto I. , macht sich zum Führer der Opposition. Er paktiert mit den Herzögen Giselbert von Lothringen und Eberhard von Franken, und nimmt auch Kontakt zu Ludwig IV. von Frankreich auf. Heinrich sieht sich als legitimer Nachfolger des Vaters, da er gezeugt wurde, als Heinrich I. schon König war. Otto I. hingegen als der Vater nur den Herzogstitel trug. Im Mittelalter galt der sogenannte Porphyrogennetos, also der Purpurgeborene tatsächlich mehr vom Heil begünstigt, als eventuelle ältere Brüder.



940

Nach der Niederschlagung des Aufstands seiner Herzöge fällt Otto I in Frankreich ein. Ludwig IV muss sich aus Lothringen zurückziehen.



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Otto I. zieht gegen den Franzosenkönig Ludwig IV. (siehe Vorjahr).



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Ludwig IV. erhält Huldigung von Hugo von Francien, der ihn schließlich (siehe 936) als König anerkennt.



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Berengar von Ivrea geht auf der Flucht vor Hugo von Vienne, der von Byzanz als "König von Francia" anerkannt worden ist, zu Otto I. nach Deutschland ins Exil und huldigt ihm.



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Russischer Flottenangriff auf Konstantinopel technisch abgewehrt.



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Im Kloster Tegernsee werden bleigefaßte Glasfenster verwandt.



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Das 671 erfundene und von Byzanz als Abwehrwaffe eingesetzte "Griechische Feuer" (Schwefelbasis, brennt auf dem Wasser) vernichtet angreifende russische Flotte.



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Ein Mordplan Heinrichs, jüngerer Buder Ottos I., gegen diesen wird aufgedeckt (Heinrich konspirierte im Vorjahr zusammen mit Giselbert von Lothringen gegen Otto I.); Otto gewährt Verzeihung, als Heinrich vor ihm in Frankfurt im Büßergewand erscheint.



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Nach der Niederschlagung des Aufstands seiner Herzöge fällt Otto I in Frankreich ein. Ludwig IV muss sich aus Lothringen zurückziehen.



941

Hungersnot in Europa. (Hungersnöte sind während des ganzen Mittelalters mehrfach während eines Jahrhunderts "die Regel").



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Mordkomplott gegen Otto I auf dem Osterfest in Quedlinburg. Die Verschwörung, die Heinrich, den jüngeren Bruder des Königs auf den Thron bringen soll, wird jedoch verraten.



942

Im Frieden von Visé verzichtet der Franzosenkönig Ludwig IV. auf das von ihm besetzte Lothringen zugunsten des Reichs Otto I.; sein Anspruch auf Lothringen war durch Heirat mit Gerberga, der Witwe des 939 von Otto I. geschlagenen Giselbert, begründet worden.



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Otto I zwingt den französischen König Ludwig IV endgültig auf Lothringen zu verzichten.



943

Handpauke und Trompete gelangen durch die Araber nach Europa.



944

Konrad (der Rote) wird mit der Tochter Ottos I., Luitgard, vermählt.



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Lothringen wird von Otto I. an den Enkel des ersten sächsischen Wahlkönigs (siehe 911) Konrad I., Konrad (der Rote) übergeben.



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Konrad der Rote erhält das Herzogtum Lothringen als treuer Diener des Königs Otto I. Er heiratet dessen Schwester Liutgard.



945

Berengar von Ivrea kehrt aus seinem Exil in Deutschland nach Italien zurück, erobert die lombardische Tiefebene und zwingt Hugo von Vienne, in die Provence zurückzukehren. Berengar kann seine Macht nur durch Rücksichtslosigkeit gegenüber der Bevölkerung erhalten.



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Der byzantinische Kaiser Konstantin VII. Porphyrogennetos verteidigt sich erfolgreich gegen die Araber; unterstützt die Kleinbauern und Soldatengüter durch geeignete Gesetzgebung. te) übergeben.



946

Zwischen Ludwig IV. von Frankreich und Herzog Hugo von Francien entbrennen neue Streitigkeiten, die von Otto I. geschlichtet werden. Hugo von Francien verliert Lyon und Reims.



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Otto I. stärkt die Macht der Kirche (Zoll-, Münz- und Marktrechte sowie Großgrundbesitz der Bistümer), um dem Egoismus der Fürsten die reichseinigende Einheitsidee der Kirche entgegenzusetzen. Er wird unterstützt durch Erzbischof Bruno von Köln, seinem Bruder.



947

Heinrich, jüngerer Bruder des Königs Otto I, und ständig mit Verschwörungen gegen diesen befasst, erhält das Herzogtum Bayern.



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Hugo von Vienne stirbt in der Provence; sein Sohn Lothar wird König von Italien.



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Heinrich, jüngerer Bruder des Königs Otto I, und ständig mit Verschwörungen gegen diesen befasst, erhält das Herzogtum Bayern.



948

Schon seit der Missionierung durch Ansgar (ab 826) hat das Christentum im Gebiet der Wikinger Fuss gefasst. Harald Blauzahn festigt den Anspruch der christlichen Religion auf politische Wirkung mit der Gründung der Bistümer Aarhus, Ripen und Schleswig.



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Unter Vorsitz eines päpstlichen Legaten entscheidet die Synode zu Ingelheim im französischen Streit zugunsten Königs Ludwig IV.; Hugo von Francien wird unter Bannandrohung zur Huldigung Ludwigs IV. gezwungen.



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In die Synode zu Ingelheim greift erstmals die von Otto I. politisch gestärkte Geistlichkeit in politische Entscheidungen ein.



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Die Bistümer Havelberg und Brandenburg werden zur Christianisierung der Slawen gegründet.



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Schon seit der Missionierung durch Ansgar (ab 826) hat das Christentum im Gebiet der Wikinger Fuss gefasst. Harald Blauzahn festigt den Anspruch der christlichen Religion auf politische Wirkung mit der Gründung der Bistümer Aarhus, Ripen und Schleswig.



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Auf der Synode von Ingelheim werden Schleswig, Oldenburg, Havelberg und Brandenburg zu Bistümern ernannt.



949

Der Abakus wird als Rechenbrett in Europa bis ins 13.Jhdt benutzt.



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Stadtbevölkerung in Deutschland beträgt ca. 2% von 3 Mio (um 1400 8% von 12 Mio, im 16.Jhdt 10% von 20 Mio).



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Der Augsburger Dom entsteht.



950

Der böhmische Herzog Bleslaw I. wird wegen Grenzverletzungen von Otto I. angegriffen und unterworfen.



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Lothar von Vienne, Sohn Hugos, stirbt. Der italienische König Berengar hält seine Witwe Adelheid in der Burg Garda gefangen; diese kann nach Canossa fliehen.



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Mit der Besetzung des Herzogtums Bayern durch seinen Sohn verfolgt Otto I. das Ziel, die Macht der Stammesfürsten durch fremdstämmige Herrscher in ihren Landesteilen zu brechen.



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Die um den italienischen Königstitel rivalisierenden Herzöge von Bayern und Schwaben ziehen zur Befreiung Adelheids nach Italien, allerdings erfolglos.



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Otto I. setzt seinen Sohn Liudolf als Herzog von Bayern ein.



951

Otto I. zieht nach Italien, um die ehrgeizigen süddeutschen Herzöge vom Erwerb der italienischen Krone auszuschließen; wird in Italien begrüßt, die italienischen Fürsten huldigen ihm. Otto I. nimmt ohne Krönung den Titel "König der Langobarden" an. Befreit Adelheid aus Gefangenschaft.



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Otto I. vermählt sich mit der jugendlichen Witwe Lothars von Vienne, Adelheid, der Tochter des karolingischen Königs Rudolf II. von Burgund.



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Die Langobarden geben ihre eigene Sprache auf und vermischen sich mit der italienischen Bevölkerung.



952

Otto I. (der Große) belehnt Berengar von Ivrea mit Italien (Königskrone wird ihm von Konrad von Lothringen, der Statthalter Ottos in Italien wird, als deutsches Lehen überreicht).



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Reichstag zu Augsburg beschließt die Belehnung Berengars mit Italien, wobei die Marken Verona und Friaul abgetrennt und dem Bruder von Otto I., Heinrich, verliehen werden.



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Der älteste Bau des Doms zu Minden wird geweiht.



953

In Island entstehen Edda- und Skaldendichtung.



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Erzbischof Bruno I. von Köln (+965), Bruder von König Otto I., wird erstmals auch gleichzeitig weltlicher Landesherr des Gebietes.



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Herzog Liudolf von Schwaben steht (gemeinsam mit seinem Schwager Herzog Konrad von Lothringen, dem Erzbischof Konrad von Mainz und anderen unzufriedenen Großen) gegen seinen Vater Otto I. auf; befürchtet Erbschmälerung wegen der Vormachtstellung Heinrichs (Ottos I. Bruder) und zweiter Ehe Ottos I. mit Adelheid.



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Göttingen als Dorf neben der Königspfalz Grone erwähnt.



954

Der unmündige Sohn Lothar des verstorbenen Ludwig IV. wird unter der Vormundschaft seiner Mutter, Tochter Ottos I., und Erzbischof Brunos (Bruder Ottos I.) König von Frankreich (+986).



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Gestorben: König Ludwig IV. von Frankreich.



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Otto I. (der Große) belagert vergeblich Regensburg und Mainz (siehe Vorjahr).



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Der Bürgerkrieg in Deutschland wird von den Ungarn zu neuen Überfällen genutzt.



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Erzbischof Bruno von Köln, Bruder Ottos I., zwingt Lothringen und Mainz zur Unterwerfung. Konrad und Liudolf verlieren ihre Herzogwürde, behalten aber ihre persönlichen Güter. Schwaben geht an Burchard III, Lothringen an Erzbischof Bruno von Köln.



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Hermann Billung wird von Otto I. als dessen Stellvertreter in Sachsen eingesetzt.



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In die Kirche St.Patroklus in Soest werden die Gebeine des gleichnamigen Heiligen durch Erzbischof Bruno von Köln von Troyes aus überführt.



955

Die Stadt Augsburg wird von Bischof Ulrich befestigt, un erfolgreich gegen die Ungarn verteidigt. Der Bischof reitet ohne Rüstung, nur mit dem Ornat angetan in die Schlacht.



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Bei der Schlacht auf dem Lechfeld bei Augsburg, entscheidet sich das Schicksal der Ungarn. Nachdem sie lange Zeit immer wieder plündern in das Reichsgebiet eingefallen waren, beruhigen sie sich nun sichtlich. Otto I lässt die fliehenden Gegner verfolgen und ihr Heer völlig vernichten.



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Otto I siegt im August bei Augsburg über die Ungarn, und im Oktober an der Recknitz über die Slawen.



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Schlacht auf dem Lechfeld
Am 10. August 955 erstritt Otto der Grosse seinen größten militärischen sieg gegen die ungarischen Heere, die bisher ganz Europa in angst und Schrecken versetzt hatten.
Die Ungarn hatten Ihr Lager im Süden von Augsburg aufgeschlagen und belagerten die Stadt. Otto I. hatte ein Heer aus Sachsen, Franken, Bayern und Schwaben aufgebracht.
Die Ungarn hatten das Heer unbemerkt umfasst und griffen von Hinten an. Der Ausgang war recht ungewiss. Konrad dem Roten gelang es, das Blatt zu wenden, wobei er selber fiel. Von Otto I wird gesagt, er habe selbst die heilige Lanze ergriffen und ist (so Widukind) " zugleich die Aufgabe des tapfersten Kriegers und des trefflichsten Feldherrn erfüllt" über den Feind hergefallen.
Das Lager der Ungarn auf dem Lechfeld wurde eingenommen, das ungarscieh heer in die Flucht geschlagen.



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Neuer Papst wird Johannes XII. (+964), Sohn des Senators Alberich; vereinigt die weltliche und geistliche Macht in Rom in einer Hand.



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Deutsche Salzquellen gewinnen an wirtschaftlicher Bedeutung.



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In der Schlacht an der Recknitz schlägt Otto I. gemeinsam mit Markgraf Gero Slawenaufstände in Brandenburg und Mecklenburg nieder.



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Die Ungarn werden von einem Heer der vereinigten deutschen Stämme unter Otto I. in der Schlacht auf dem Lechfeld (von der Belagerung Augsburgs abgezogen) vernichtend geschlagen und auf der Flucht völlig vernichtet.



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Otto I. gründet die Ostmark mit dem fränkischen Babenberger Burghard als Markgraf an der Spitze. Die seit 60 Jahren anhaltenden Beutezüge der Ungarn (mit Frauen- und Kinderverschleppungen) finden damit ein Ende.



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Otto I siegt im August bei Augsburg über die Ungarn, und im Oktober an der Recknitz über die Slawen.



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Schlacht auf dem Lechfeld
Am 10. August 955 erstritt Otto I, genannt "der Grosse" einen folgenreichen Sieg über die ungarischen Heere, welche bisher ganz Europa in angst und Schrecken versetzt hatten.
Die Ungarn hatten Ihr Lager im Süden von Augsburg aufgeschlagen und belagerten die Stadt. Otto I. hatte ein Heer aus Sachsen, Franken, Bayern und Schwaben aufgebracht.
Die Ungarn hatten das Heer unbemerkt umfasst und griffen von Hinten an. Der Ausgang war recht ungewiss. Konrad dem Roten gelang es, das Blatt zu wenden, wobei er selber fiel. Von Otto I wird gesagt, er habe selbst die heilige Lanze ergriffen und ist (so der Chronist Widukind) " zugleich die Aufgabe des tapfersten Kriegers und des trefflichsten Feldherrn erfüllt" über den Feind hergefallen.
Das Lager der Ungarn auf dem Lechfeld wurde eingenommen und das ungarische Heer in die Flucht geschlagen.



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Die Stadt Augsburg wird von Bischof Ulrich befestigt und erfolgreich gegen die Ungarn verteidigt. Der Bischof reitet ohne Rüstung, nur mit dem Ornat angetan in die Schlacht.



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Bei der Schlacht auf dem Lechfeld bei Augsburg, entscheidet sich das Schicksal der Ungarn. Nachdem sie lange Zeit immer wieder plündern in das Reichsgebiet eingefallen waren, beruhigen sie sich nun sichtlich. Otto I. lässt die fliehenden Gegner verfolgen und ihr Heer völlig vernichten.



956

Lüneburg wird als Salinenstadt gegründet.



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Papst Johannes XII. gerät mit Berengar von Ivrea (König von Italien als Lehen Ottos I.) in Streit und ruft Otto I. um Hilfe.



957

Wirtschaftliche und geistige Beziehungen zwischen Kiew und Byzanz von der russischen Fürstin Olga angebahnt.



959

Pietro Candiano IV, Doge von Venedig wirbt zu seinem persönlichen Schutz eine ausländische Söldnertruppe an.Venedig nutzt häufig die Kampfkraft von Söldnern in den Auseinandersetzungen um Handelsrouten mit den arabischen Händlern.



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Der byzantinische Kaiser Konstantin VII. stirbt; Sein Nachfolger wird Romanos II. (+963), der sich mit Theophanu vermählt (siehe 972).



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Lothringen wird geteilt in Oberlothringen (das heute als Lothringen bekannt ist) und Niederlothringen (heutige Beneluxländer und Rheinprovinz).



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Unter Konstantin VII. historische und literarische Enzyklopädien in Byzanz.



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Pietro Candiano IV, Doge von Venedig wirbt zu seinem persönlichen Schutz eine ausländische Söldnertruppe an.Venedig nutzt häufig die Kampfkraft von Söldnern in den Auseinandersetzungen um Handelsrouten mit den arabischen Händlern.



960

Mieczyslaw (Miesko) I., Fürst der Piasten, wird erster historischer Herrscher der Polen im Gebiet zwischen Weichsel und Oder, Masowien und Schlesien.



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In Rußland macht der erste Rurikide mit slawischem Namen, Swjatoslaw (+972) die Chazaren und Bulgaren tributpflichtig.



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Die tschechische Gemahlin Dubrowka des polnischen Königs Miesko I. gewinnt diesen für das (römische) Christentum.



961

Die Araber verlieren Kreta an Byzanz und damit die Vorherrschaft auf See im östlichen Mittelmeer.



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Zweiter Italienzug Ottos I.; sein sechsjähriger Sohn Otto II. (aus Ehe mit Adelheid) wird zum König gekrönt.



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Im Nonnenstift zu Gernrode beginnt der Bau der frühromanischen Stiftskirche (Basilika mit Wandgliederung durch Stützenwechsel von Säule und Pfeiler).



962

Otto I. wird in Rom vom Papst zum deutschen Kaiser gekrönt. Beginn des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nationen. Seitdem ist dei Kaiserkrone mit der deutschen Königswürde verbunden.



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Leo VIII von Otto I mit Gewalt als Papst eingesetzt.



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Otto I bestätigt alle Schenkungen an die Päpste.



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Otto I. (der Große) wird König des langobardisch-italienischen Reiches; wird von Papst Johannes XII. zum römisch-deutschen Kaiser gekrönt. Italien bleibt bis 1268 unter der Herrschaft deutscher Kaiser.



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Die Kaiserkrone von Otto I. gehört fortan zu den Reichskleinodien.



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Der Kirchenstaat, der bislang vom römischen Adel beherrscht wurde, wird nunmehr von Otto I. kontrolliert.



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13.2.: Im Privilegium Ottonianum alias Pactum Ottonianum bestätigt Otto I. die früheren "Pippinischen" Schenkungen an die Päpste.



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Otto I. wird in Rom vom Papst zum deutschen Kaiser gekrönt. Beginn des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nationen. Seitdem ist dei Kaiserkrone mit der deutschen Königswürde verbunden.



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Leo VIII. von Otto I.mit Gewalt als Papst eingesetzt.



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Otto I bestätigt alle Schenkungen an die Päpste.



963

Markgraf Gero unterwirft grosse Teile Polens, und macht sie seinem Kaiser Otto I tributpflichtig



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Polen (siehe 960) wird von Markgraf Gero gezwungen, die Lehensoberhoheit des deutschen Königs anzuerkennen; das Oder-Warthe-Gebiet wird tributpflichtig.



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Berengar von Ivrea wird gefangen genommen und nach Bamberg verbracht, wo er stirbt.



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Der byzantinische Kaiser Romanos II. stirbt. Nachfolger wird durch Heirat seiner Witwe Theophanu Nikephoros II. Phokas (+969).



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Neapel unterzeichnet Handelsabkommen mit den sizilianischen und nordafrikanischen Arabern.



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Die byzantinischen Klöster des Athos-Gebirges werden gegründet.



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Markgraf Gero unterwirft grosse Teile Polens, und macht sie seinem Kaiser Otto I tributpflichtig



964

Papst Johannes XII. wird wegen Verschwörung mit dem Sohn Berengars von Ivrea, Adalbert, aus Rom vertrieben und abgesetzt. Neuer Papst wird Leo VIII. (+965).



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Die römischen Patrizier schwören, "keinen Papst ohne Zustimmung des Kaisers" zu wählen.



965

Papst wird (per Wahlverfahren durch kaiserliche Gesandte) Johannes VIII. (bis 972) aus dem Geschlecht der Crescentier, welche die bis dahin herrschenden Senatorenfamilien der Theophylakt und Alberich von der Macht verdrängen. Der Papst wird von der Gegenpartei vertrieben und ruft Otto I. zu Hilfe.



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Das arabische Zypern wird von Byzanz erobert (Byzanz hatte 961 bereits Kreta erobert).



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+Gero, von Otto I. als Markgraf im Grenzgebiet zu den Slawen eingesetzt, stirbt und wird in seiner Klosterstiftung Gernrode im Harz beigesetzt. Teilung seines Herrschaftsgebietes in Nordmark (das spätere Brandenburg), Ostmark (Lausitz) und Mark Meißen.



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Das von 888 stammende Stadtrecht von Bremen wird modernisiert.



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Ettlingen (Ediningom) in Baden erhält von Kaiser Otto I. das Marktrecht verliehen.



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Harald Gormsson (später: Blauzahn), König von Dänemark wird Christ. Schon in seiner Jugend hatte sich seine kriegerische Gesinnung gezeigt, als er mit seinem Bruder Knud in England plünderte. Etheldred II, König von England, war sein Grossvater; denn seine Tochter Thyra war die Frau von Gorm (der Alte). Auf dem Runenstein der ihr Grab markiert, wird sie als "tanmaerges hud" (Dänemarks Zierde oder Retterin) bezeichnet. Dies ist die erste Erwähnung des Namens dieser Nation.



966

Dritter Italienzug Kaiser Ottos I. (der Große). Römer setzen den vertriebenen Papst Johannes XIII. vor Ankunft Ottos wieder ein. Ferrara und Ravenna werden als Teil früherer Schenkungen von Otto an den Papst gegeben, doch muß dieser Ravenna der verkehrstrategischen Lage wegen (Verbindung Italien-Reich) der Kaiserin Adelheid als Lehen geben.



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Erste Uhren mit Gewichtsantrieb.



967

Kaiser Otto I. (der Große) läßt in Rom seinen Sohn Otto II. von Papst Johannes XIII. zum Kaiser krönen; die Langobardenfürsten von Capua, Benevent und Salerno huldigen ihm.



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Byzanz und Kiew schließen Bündnis gegen Bulgarien.



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Ersterwähnung von Mühlhausen.



968

Gründung der Bistümer Zeitz, Merseburg und Meißen.



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Die Synode zu Ravenna unter Kaiser Otto I. (der Große) beschließt die Kirchenorganisation der Slawenländer.



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Gründung des Bistums Posen.



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Politische Mission des Bischofs Liudprans von Cremona in Byzanz im Auftrag Ottos I.



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Auf der Synode zu Ravenna stiftet Kaiser Otto I. das Erzbistum Magdeburg (unter Erzbischof Adalbert von Weißenburg) und die Bistümer Meißen, Merseburg und Zeiß zur Christianisierung der Slawen. Die bislang dem Erzbistum Mainz unterstellten Bistümer Brandenburg und Havelberg gelangen zu Magdeburg.



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Beginn des Kupfer- und Silberbergbaus bei Rammelsberg bei Goslar; deckt bis ins 12.Jhdt wesentlichen Teil des europäischen Bedarfs.



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Gründung der Bistümer Zeitz, Merseburg und Meißen.



969

Johannes Tsimiskes (+976) wird durch Ermordung seines Vorgängers und Schwiegersohnes (Mordanstiftung durch seine Tochter und Kaiserin Theophanu; siehe 963) byzantinischer Kaiser; erobert Kleinasien und Syrien von den Arabern, 971 Donaugrenze von den Bulgaren zurück; festigt byzantinisches Gebiet bis zum oberen Euphrat und Tigris.



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Byzanz veranlaßt Rußland zum Eroberungsfeldzug gegen das Ostbulgarenreich.



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Das um diese Zeit entstandene "Gerokreuz" im Kölner Dom ist eines der ältesten und größten in Deutschland.



970

Blüte der Ottonischen Buchmalerei ("Ottonische Renaissance") im Kloster Reichenau.



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Die Nonne Roswitha von Gandersheim schreibt christliche Dramen



971

Das 969 von den Russen besiegte und seit 679 bestehende Ostbulgarenreich wird von Byzanz erobert, das damit sein Reich bis an die untere Donau ausdehnt. Die erst 969 von Byzanz nach Bulgarien gelockten Rurikiden werden vertrieben, Bulgarien wird byzantinische Provinz.



972

Das italienische Capua und Benevent kommen unter deutsche Herrschaft. Apulien, Kalabrien, Neapel und Salerno bleiben bei Byzanz (siehe Hochzeit Ottos II. weiter unten).



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Das Westbulgarenreich unter Samuel (+1014) wird mit Hauptstadt Ochrid gegründet.



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In Ungarn lassen sich Großfürst Geisa (+997) und sein Sohn, der spätere ungarische König Stephan I., taufen.



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In Rom heiratet Otto II., Sohn des Kaisers Otto I. (der Große), Theophanu, Tochter des byzantinischen Kaisers. Die Weltmachtstellung der Ottonen wird damit bestätigt (siehe hierzu 959, 963, 969).



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Gero-Codex und Echternacher Codex (u.a. mit Anweisungen zum Weinanbau) entstehen. Die Echternacher Schule nimmt eine führende Stellung in der Buchkunst ein.



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Im Reichstag zu Quedlinburg empfängt Kaiser Otto I. inmitten der deutschen Lehensfürsten die Huldigungen der Herzöge von Polen und Böhmen.



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Die bayerische Ostmark (das spätere Österreich) wird wieder hergestellt.



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König Otto II.wird mit Theophano, der Nichte des byzantinischen Kaisers vermählt



973

Papst wird Benedikt VI. (eingesetzt von Otto I.).



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Gründung der islamischen Universität Kairo.



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Kaiser (seit 962) Otto I. (der Große), deutscher König seit 936, Stifter des "Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation", stirbt am 7.5. in der Pfalz zu Memleben. Wird im Dom zu Magdeburg neben seiner ersten Gemahlin Editha (von Wessex) beigesetzt (siehe 937).



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Otto II., Sohn Ottos I. (der Große) aus zweiter Ehe mit Adelheid, wird deutscher König (bereits 967 in Rom zum Kaiser gekrönt).



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Burchard III. von Schwaben stirbt. Der bayerische Herzog Heinrich (der Zänker), Neffe Ottos I., rechnet auf das Herzogtum Schwaben, das aber der Sohn Ottos I. aus erster Ehe, Liudolf erhält. Heinrich empört sich, wird 976 auf dem Fürstenkongreß abgesetzt und 978 dem Bischof von Utrecht übergeben und in Ingelheim eingekerkert.



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Ersterwähnung von Heiligenstadt.



Links zum Thema :Otto I