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Alfred - Alfred der Grosse


Herrscher des Mittelalters

Liste Mittelalter Herrscher
Alfred - Herrscher des Mittelalters

Alfred

Alfred der Grosse


Geboren:  ? Gestorben:   899
König ab: 871 --
Geschlecht: Angelsachse Nationalität: Angelsachse

Info:
König von England
Sieg gegen die Wikinger 878. Alfreds Regierungszeit markiert den Beginn der Rückeroberung des englischen Wikingerreichs durch die angelsächsischen Könige. Das Land teilt sich in shires auf, an deren Spitze die Earls stehen. Als Kronbeamte werden die sheriffs eingesetzt.



Kommentar
Alfred ist uns auch als philosophischer und politischer Autor bekannt.


zusätzliche Infos zur Person / was geschah von 871 bis 899

JAHR

Ereignisse :


871

Die Dänen werden in England von Alfred (der Große), König von Wessex (871-899; *849), besiegt; Alfred organisiert England (Verwaltung, Rechtswesen, Flottenbau).



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Das Evangeliar Karls II. (der Kahle), der Codex Aureus von St. Emmeram, entsteht; mit karolingischer Buchmalerei. Ähnliche Kostbarkeiten entstehen quasi gleichzeitig in den bedeutendsten europäischen Klöstern, so z.B. ein Codex Aureus in Reims.



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Die bulgarische Hauptstadt Preslav wird unter byzantinischem Kunsteinfluß ausgebaut.



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Ab 871  wurde England von angelsächsischen Königen regiert, die sich ständig gegen die immer wieder einfallenden Wikinger durchsetzen mussten.



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Dänen besetzen, vermutlich unter Führung ihres Königs Halfdan, britische Inseln.



872

Norwegen wird unter Harald Haarfagar Großkönigtum. Er hat sich damit in den seit 860 andauernden Kriegen gegen die übrigen norwegischen Kleinkönige siegreich durchgesetzt.



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Neuer Papst wird Johannes VIII.



873

Am Königshof in England erfolgt die Zeitmessung durch Kerzenuhren, d.h. durch Abbrennen dicker, mit Skala versehener Kerzen.



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Dänemark wird von den Franken immer als ein Reich begriffen, auch wenn es von mehreren Königen beherrscht wird. In diesem Jahr regieren die Brüder Siegfred und Halfdan. Vermutlich gehören sie zum Geschlecht des Ongendus.



874

Christianisierung in Böhmen abgeschlossen. ?



875

Kaiser Ludwig II., König von Italien seit 855, stirbt in Mailand (* ca 822).



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Der Westfrankenkönig Karl II. (der Kahle) erobert Italien und wird von Papst Johannes VIII. zum Kaiser gekrönt, wobei gegen die Erbbestimmung Ludwigs II. der Sohn Ludwigs (der Deutsche), Karlmann, übergangen wird.



876

Hemma, zweite Gemahlin Ludwigs I. (der Fromme), stirbt in Regensburg; bestattet im dortigen Kloster St. Emmeram.



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Ludwig (der Deutsche) stirbt am 28.8., bevor er seinen geplanten Erbfolgekrieg (und um die Kaiserwürde) gegen Karl II. (der Kahle), siehe Vorjahr, beginnen konnte. Sein Ostfrankenreich wird aufgeteilt unter seine Söhne: Karlmann (+881?) erhält Bayern und Ostländer, Ludwig III. (der Jüngere) (+882) erhält Thüringen, Ostfranken, Sachsen und Friesland; und Karl III. (der Dicke) (+888) erhält Alemannien und Elsaß; Karl III. (der Dicke) wird später (881) als erster rein deutscher König zum Kaiser gekrönt werden



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Karl II. (der Kahle) versucht, Ostlothringen zu erobern; wird in der Schlacht bei Andernach von seinem Neffen Ludwig III. vernichtend geschlagen und stirbt im Folgejahr auf der Flucht in den Alpen.



877

Karl II. (der Kahle) stirbt nach seiner Niederlage im Vorjahr in der Schlacht bei Andernach auf der Flucht in den Alpen.



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Ludwig II. (der Stammler) wird König des Westfrankenreichs



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Der Schwager Karls II. (der Kahle), Boso von Vienne, wird König von Niederburgund (Provence).



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Karlmann bricht Italienfeldzug (wg. Erbfolge, siehe Vorjahr) wegen Erkrankung ab.



878

Der englische König Alfred (der Große) besiegt die Normannen in der Schlacht bei Eddington, gewinnt London (aus dem er angelsächsischen Vorposten macht), überläßt ihnen Ostangeln und halb Mercia; teilt das angelsächsische Reich organisatorisch auf in Grafschaften (shires) unter Leitung von Grafen (earl) gemeinsam mit den Stellvertretern des Königs (sheriffs, kgl. Beamte); legt Burgen an.



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Araber erobern das ganze (seit 827 byzantinische) Sizilien und machen Palermo zur Hauptstadt (das in der arabischen Zeit bis 1061 wirtschaftliche und kulturelle Blüte erlebt).



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Normannenkönig Gunthrum läßt sich taufen.



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Förderung der geistigen und religiösen Bildung in England unter Alfred (der Große).



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Alfred der Grosse siegt bei Edington gegen die Streitmacht der Wikinger.



879

Ludwig II. (der Stammler), König des Westfrankenreiches seit 877, stirbt und hinterläßt unmündige Erbfolger. Die westfränkischen Fürsten rufen den Ostfrankenkönig Ludwig III., Vetter Ludwigs II., damit dieser als Vormund seines Neffen die Regierung übernehme. Ludwig III. regiert gemeinsam mit seinem Bruder Karlmann.



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Niederburgund wird selbständiges Königreich (934 mit Hochburgund vereinigt).



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Rurik, König der normannischen Waräger in Rußland mit Hauptstadt Nowgorod, stirbt. Sein warägischer Nachfolger wird Oleg.



880

Sarazenen besetzen Salerno.



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Der Waräger Oleg (König seit dem Vorjahr) erobert Kiew und wird dessen erster Großfürst.



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Oleg schließt Handelsvertrag zwischen Byzanz und Kiew



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Gründung des Benediktinerklosters auf dem Mondserrat in Katalonien (später vielbesuchter Wallfahrtsort).



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Kroatien entzieht sich unter seinem Fürst Branimir der byzantinischen Oberhoheit und öffnet sich römischer Christianisierung.



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Die Enkel Karls II. (der Kahle) überlassen ihrem Vormund Ludwig III. (der Jüngere) von Ostfranken die westfränkischen Teile von Lothringen im Vertrag von Ribemont. Der hier festgesetzte Grenzverlauf von der Schelde bis zur Maas-Moselquelle wird das ganze Mittelalter als verbindliche Grenze zwischen Frankreich und Deutschland gelten.



881

Papst Johannes VIII. krönt Karl III. (der Dicke) als ersten deutschen König zum römisch-deutschen Kaiser.



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Der russische Warägerkönig Oleg verlegt seine Hauptstadt von Nowgorod nach Kiew und befreit die ostslawischen Stämme von Tributzahlungen an die Chazaren.



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Das altkastilische Burgos wird als Festung gegen die Araber gegründet.



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Das Zeitalter der Römischen Kaiser wird abgelöst durch dasjenige der Römisch-Deutschen Kaiser.



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Die Pfalz in Aachen und Teile von Köln werden von den Normannen zerstört und geplündert.



882

Die Normannen werden von König Ludwig III. (der Jüngere) bei Saucourt besiegt. Bei Elsloo werden sie von Kaiser Karl III. (der Dicke) eingeschlossen, der sie jedoch gegen Tributzahlung abziehen läßt.



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Ludwig III. (der Jüngere) stirbt. Sein Bruder und Mitregent Karlmann (+884) wird König von Frankreich.



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In althochdeutschen Reimversen besingt das "Ludwigslied" den Sieg Ludwig III. über die Normannen.



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Das genagelte Hufeisen kommt in Gebrauch



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Normannen zerstören Trier.



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Dänische Wikinger unter ihrem König Sigfred im Gefecht bei Maastricht.



883

In Cluny wird der Begriff "Lehen" zum ersten Mal erwähnt.



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Das Psalterium Aurorum entsteht in der Bibliothek des Klosters St. Gallen.



884

Karlmann, Bruder Ludwigs III. (der Jüngere), stirbt.



885

Nach Tod der Kinder Ludwigs II. (der Stammler), resp. Enkel Karls II. (der Kahle), erheben die westfränkischen Fürsten Kaiser Karl III. (der Dicke) zum westfränkischen König. Damit vereinigt Karl III. (+888) noch ein letztes Mal fast das gesamte Reich Karls I. (der Große) unter seiner (fränkischen) Kaiserkrone.



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Normannen belagern Paris. Kaiser Karl III. (der Dicke) kauft sich frei durch Zahlung von 7,000 Pfund Silber und Verpfändung Burgunds; seine Politik der Schwäche trifft auf die Empörung der ost(!)fränkischen Fürsten und führt schließlich 887 zu seiner Absetzung.



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Neuer Papst ist Stephan V. (+891); er ruft Byzanz gegen die Sarazenen zu Hilfe; Kaiser Basileios befreit zwar Tarent, erleidet aber bei Bari Verluste; sein Feldherr Nikephoros Phokas sichert oströmischen Besitz im süditalienischen Calabrien, in das sich sizilianische Vertriebene flüchten.



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Wandmalerei im Johannischor der Kirche in Corvey stellt "Skylla im Kampf mit Odysseus" dar nach vermutlich antikem Vorbild.



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Das Westwerk der Abtei Corvey (bei Höxter) wird geweiht (gegründet 818, Kirchenweihe 844).



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Dänische Wikinger greifen unter Führung ihres Königs Sigfred Paris an. Nach Möglichkeit vermeiden die Dänenkönige es persönlich bei der Wikingfahrt dabeizusen, da sie befürchten müssen während ihrer Abwesenheit in der Heimat von Rivalen abgesetzt zu werden.



886

Basileios, seit 867 byzantinischer Kaiser, stirbt. Sein Nachfolger ist Leo VI. (der Weise) (+912).



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Vom Ural her dringen die finnisch-ugrischen Reiternomaden der Magyaren (Ungarn) unter ihrem Anführer Arpad über die Steppen des Don und Dnjepr bis nach Ungarn vor.



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Mit Tod des Basileios ist der Höhepunkt byzantinischer Macht überschritten. Die byzantinische Wirtschaftsform ist staatsmonopolistisch geprägt mit Lenkung durch Zentralverwaltung, Preiskontrolle bei Waren, Festsetzung von Produktions- und Handelskapazitäten durch den Eparchen von Konstantinopel.



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Kontrolliertes Zunftwesen entsteht.



887

Die italienischen Markgrafen von Friaul, Tuscien und Spoleto müssen sich gegen die Sarazenen ohne kaiserliche Hilfe erwehren; erringen dadurch ihre Selbständigkeit.



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Die ostfränkischen Fürsten setzen auf dem Reichstag zu Trebur Kaiser Karl III. (der Dicke) ab wegen seiner Schwäche gegenüber den Normannen (885). Der natürliche Sohn Karlmanns, Arnulf von Kärnten (+899) übernimmt die Regierungsgewalt (wird 896 in Rom zum Kaiser gekrönt); kämpft in Mähren gegen Normannen und Slawen.



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Notker, genannt Der Dichter, Mönch im Kloster von Sankt Gallen, verfasst ein Buch Über die Taten Kaiser Karls des Grossen.



888

Nach Abdankung und Tod Karls III. (der Dicke) zerfällt das Westfrankenreich in Territorialstaaten (Herzogtümer Aquitanien, Gascogne, Burgund, Francien, Bretagne; Grafschaften Toulouse und Flandern); der Graf von Paris und Herzog von Francien, Odo aus dem Geschlecht der Kapetinger, wird (insbesondere wegen seiner Verteidigung von Paris gegen die Normannen) von den westfränkischen Fürsten zum König Westfrankens gewählt (+898).



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Graf Rudolf gründet Königreich Hochburgund (heutige Westschweiz: oberes Rhonetal und Genfer See); wird 934 mit Niederburgund vereinigt werden.



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Berengar von Friaul wird zum König von Italien gewählt.



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Karolingische Herrschaftslinie in Westfranken erloschen.



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Der St. Gallener Mönch Notker Balbulus schreibt Texte für die Schlußkoloraturen des Halleluja in der Meßliturgie und verfaßt die "Gesta Caroli Magni" (Die Taten des Karl der Großen).



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Der abgesetzte Kaiser Karl III. (der Dicke) stirbt bei Neidingen/Donau (*839).



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Bremen erhält Marktrecht (wird 965 erneuert).



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Osnabrück wird Marktort mit Zollhoheit und Münze.



889

Die Felsenfestung Traxinetum (oberhalb von St. Tropez) wird von Sarazenen erobert.



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Der Abt des Klosters Prüm in der Eifel, Regino (* ca 850, +915) verfaßt die lateinische Schrift über Kirchengesang "De Harmonica Institutione".



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Tonhöhen und -tiefen werden in der Neumen-Notenschrift durch Einführung von Notenlinien verdeutlicht.



890

Normannen (Wikinger) entwickeln den (nach dem Fundort eines Königinnengrabes so benannten) Osebergstil unter Verwendung geschnitzter Flechtbandornamente und Fabeltiergestalten an Geräten, Wagen und Booten ("Osebergschiff", mit Rudern und Segeln bei 20 m Länge und 3 m Breite seetüchtige Kielschiffe).



891

Arnulf von Kärnten drängt den großmährischen König Svatopluk mit Hilfe der Slowenen, Bulgaren und Ungarn zurück.



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Papst Stephan V. krönt Graf Wido von Spoleto unter Zwang zum Kaiser.



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Neuer Papst wird Formosus (+896).



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Arnulf von Kärnten (siehe 887) schlägt die Normannen bei Löwen an der Dyle vernichtend.



892

Papst Formosus krönt unter Zwang den Sohn Widos von Spoleto, Lambert.



893

Die Bulgaren dehnen unter ihrem Chan Simeon (der Große, +927) ihr Großreich bis an die Grenzen Byzanz aus.



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In Frankreich wird Karl III. (der Einfältige) als Gegenkönig zu König Odo von Paris eingesetzt.



894

Berengar von Friaul und Lambert von Spoleto geraten in Rivalität um die Herrschaft in Italien.



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Arnulf von Kärnten wird von Odo von Paris, Ludwig von Burgund und Berengar von Friaul als König anerkannt.



896

Papst Formosus krönt Arnulf von Kärnten zum Kaiser.



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Arnulf schließt Frieden mit Mähren.



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Magyaren besetzen die awarischen Teile Ungarns an der Theiß.



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Neuer Papst wird Stephan VI. (+897).



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Kaiser Arnulf von Kärnten kehrt krank nach Deutschland zurück.



897

Nach Abzug Arnulfs von Kärnten wird Lambert von Spoleto Herr über Rom.



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Unter Papst Stephan VI. "Synode des Schreckens" in Rom; Totengericht über seinen Vorgänger, Papst Formosus, dessen Leiche angeklagt, verurteilt und in den Tiber geworfen wird. Stephan VI. wird gefangengesetzt und ermordet.



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Ersterwähnung des Eichsfeldes.



898

In Frankreich stirbt König Odo (von Paris); "neuer" König wird der seit 893 als Gegenkönig amtierende Karl III. (der Einfältige, +929, gerät in Gefangenschaft 923), der sich gegen den Adel nicht durchsetzen kann.



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Neuer Papst wird Johannes IX. (+900).



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Synode von Ravenna: Papst Johannes IX. ohne Erfolg beim Versuch, die Kirche sittlich zu erneuern.



899

Berengar wird in der Schlacht an der Brenta von ungarischen Reiterhorden geschlagen, die verwüstend durch Oberitalien ziehen.



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Der vom Papst Formosus zum Kaiser gekrönte Lambert von Spoleto stirbt. Italien gerät in Wirren politischer Machtkämpfe des Adels. Senator Theophylakt terrorisiert Rom.



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Alfred (der Große) förderte in England das Schulwesen; lieferte zahlreiche Übersetzungen aus dem Latein; schuf Gesetzessammlung in England.



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Arnulf von Kärnten stirbt in Regensburg (beigesetzt in St. Emmeram).



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Der von Karl I. (der Große) in Dortmund eingerichtete Reichshof wird erstmals urkundlich erwähnt.



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(899?, 901?). Die Weltbevölkerung beträgt ca. 320 Mio Menschen; es hat seit dem Jahre "0"(160 Mio) 900 Jahre gebraucht, um die Bevölkerungszahl zu verdoppeln. Es werden zur erneuten Verdoppelung (ca 1700) weitere ca 800 Jahre vergehen. Gegen Ende des 20.Jhdt wird sich die Weltbevölkerung alle 30-35 Jahre verdoppeln.



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