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Lothar I -


Herrscher des Mittelalters

Liste Mittelalter Herrscher
Lothar I - Herrscher des Mittelalters

Lothar I


Geboren:  ? Gestorben:   855
König ab: 840 Kaiser ab: 843
Geschlecht: Karolinger Nationalität: Franke

Info:
Schon zu Lebzeiten seines Vaters, Ludwig der Fromme war Lothar dessen Mitregent. In zahlreichen zeitgenössischen Kommentaren ist überliefert, das Lothar immer für die Einheit des Reiches eintritt. Durch den Vertrag von Verdun erhält Lothar nach der Reichsteilung ganz Italien, sowie ein Gebiet von Friesland bis zu den Alpen. Dies ist eine willkürliche Grenzziehung ohne Miteinbeziehung der sprachlichen und kulturellen Grenzen.



Kommentar
Lothar herrscht zwar über ein Riesengebiet, doch in selbigem besteht keine nationale Einheit. Die Macht des Kaisers beruht auf wenigen hundert Lanzen, mit denen er sich nicht effektiv seine Macht sichern kann.


zusätzliche Infos zur Person / was geschah von 840 bis 855

JAHR

Ereignisse :


840

Im Kampf um die Reichseinheit nach Tod Ludwigs I. beansprucht Lothar I. die ungeteilte Kaisergewalt, seine Brüder Karl (Karl der Kahle) und Ludwig (Ludwig der Deutsche) dagegen Gleichstellung der drei Könige.



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Einhard stirbt (* ca 770).



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Ludwig I. (Ludwig der Fromme), alleinerbender Sohn Kaiser Karls I. (Karl der Große) stirbt auf einer Rheininsel bei Ingelheim (*778).



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Jena wird erstmalig erwähnt.



841

In Bari errichten die Sarazenen ein Sultanat.



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Fulda wird berühmte Klosterschule unter dem Abt Hrabanus Maurus.



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Kaiser Lothar I. wird von seinen Brüdern Karl II. (Karl der Kahle) und Ludwig (Ludwig der Deutsche) in der Schlacht bei Fontenay südwestlich Auxerre besiegt; (führt 843 zum Vertrag von Verdun).



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Wikinger in Rouen an der Seine.



842

Die "Straßburger Eide" werden sowohl in altfranzösischer als auch in althochdeutscher Sprache abgefaßt und stellen das älteste bekannte schriftlich nachweisbare Denkmal der sprachlichen Trennung zwischen Ost- und Westfranken dar.



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Karl II. (Karl der Kahle) und sein Bruder Ludwig (Ludwig der Deutsche) erneuern zu Straßburg ihr Bündnis gegen ihren Bruder Lothar I. und beschwören angesichts ihrer beiden Heere am 14.2. die "Straßburger Eide".



843

Kaiser Lothar I. (+855) schickt seinen Sohn Ludwig II. nach Italien.



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Sarazenen landen an der süditalienischen Adriaküste.



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Teutisci wird im Volksmund gebräuchlich als Bezeichnung der Ostfranken.



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Vertrag zu Verdun, allgemein als Beginn der deutschen Geschichte angesehen, (schafft die Voraussetzung für die trennende nationale Entwicklung des deutschen und des französischen Volkes), regelt die durch Ludwig I. verschuldete Fehde zwischen seinen Söhnen um die Erbteilungsfrage des fränkischen Reichs von Karl I. (Karl der Große):



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Lothar I. erhält zum Königreich Italien das burgundische Land östlich der Rhone und Saone, das linke Rheinufer um Mosel und Maas bis Friesland,



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Ludwig (Ludwig der Deutsche) das Ostfrankenreich mit Bayern, rechtsrheinische fränkische Länder, Alemannien, Ostfranken und Sachsen und linksrheinische Gaue von Worms, Mainz und Speyer, (wegen des dort wachsenden Weines; er wäre, was Wein betrifft, sonst gegen seine Brüder benachteiligt)



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Karl II. (Karl der Kahle) das Westfrankenreich mit Aquitanien, die spanische Mark, Neustrien, bretonisches und flandrisches Gebiet nebst Burgund westlich der Saone.



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Reichsteilung: Im Vertrag von Verdun wurde das Reich Karls des Großen unterteilt in ein Mittel-, Ost- und Westreich. Kaiser Lothar I. (840-855) erhielt das Mittelreich mit den Kaiserstädten Aachen und Rom, Ludwig der Deutsche (843-876) das Ostfrankenreich, Karl II., der Kahle (843-877) das Westfrankenreich zugesprochen.



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Vertrag von Verdun > Teilung des fränkischen Reiches. Thüringen verbleibt beim Ostfränkischen Reich Ludwig des Deutschen.



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Reichsteilung: Im Vertrag von Verdun wurde das Reich Karls des Großen unterteilt in ein Mittel-, Ost- und Westreich. Kaiser Lothar I. (840-855) erhielt das Mittelreich mit den Kaiserstädten Aachen und Rom, Ludwig der Deutsche (843-876) das Ostfrankenreich, Karl II., der Kahle (843-877) das Westfrankenreich zugesprochen.



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Bei der Teilung des fränkischen Reiches verbleibt Thüringen beim Ostfränkischen Reich unter König Ludwig dem Deutschen.



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Reichsteilung: Die drei Söhne Ludwigs des Frommen teilen sein Reich in ein Mittel-, Ost- und Westreich.



844

Normannen plündern Lissabon und Sevilla, dringen in den Mittelmeerraum vor bis an die kleinasiatische Küste.



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Papst Sergius II. (+847) krönt Ludwig II., Sohn Lothars I., zum König der Langobarden.



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Das Lotharkreuz wird begonnen (vollendet 850).



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In China führt das erste Papiergeld der Welt zu Inflation und Staatsbankrott. In dieser Folge wird durch umfassende Buddhistenverfolgung die Vorherrschaft des Buddhismus in China endgültig beseitigt. Zur Linderung der wirtschaftlichen Not in China wird der Reichtum der buddhistischen Klöster verteilt.



845

Karl II. (Karl der Kahle) wird bei Ballon durch den Grafen Nominoe der Bretagne besiegt.



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Paris erstmalig von den Normannen (Wikinger) geplündert; von der Seine aus erobert.



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In Indien entstehen die Dumar-Lena-Höhlen bei Ellora; Großreliefs.



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Erzbischof Ansgar verlegt den Erzbischofssitz von Hamburg nach Bremen, das damit Ausgangspunkt und Zentrum der nordeuropäischen Mission wird.



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Wikinger plündern Hamburg



846

Sarazenen plündern Rom rechts des Tibers, einschließlich der Peterskirche.



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Der erste Abendmahlsstreit beginnt im Kloster Corbie.



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Besiedlungsbeginn der Westküste Schleswigs durch die Friesen.



847

Der neue Papst Leo IV. (+855) erstellt (nach dem vernichtenden Sarazeneneinfall vom Vorjahr) Verteidigungsring Roms rechts des Tibers.



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Rennes, Vannes und Nantes werden von Nominoe, der 845 Karl II. (Karl der Kahle) besiegt hatte, erobert.



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Hrabanus Maurus, Abt von Fulda, Schüler Alkuins, verfaßt ein Sammelwerk über das Wissen seiner Zeit, wird in diesem Jahr Erzbischof von Mainz; fördert Kloster-, Schul- und romanisches Bildungswesen.



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Die fränkischen Herrscher drohen dem Dänenkönig Horik mit Krieg falls er seine Wikinger nicht dazu anhält ihre Raubzüge in fränkischem Gebiet zu unterlassen.



848

Beginn der Frühscholastik.



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In Japan entsteht neben der chinesischen Wortschrift die Silbenschrift KANA (Grundlage der Prosadichtung).



849

Ludwig II. (König der Langobarden), Sohn Kaiser Lothars I., vertreibt die Sarazenen aus dem Fürstentum Benevent, rettet dadurch Rom vor weiteren Angriffen derselben.



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Schwedische Waräger dringen unter ihrem Anführer Rurik über vorzeitliche Handelsstraße von Schweden über den Ilmensee nach Rußland ein, dem Dnjepr folgend.



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In Mitteljava entsteht das buddhistische Borobur-Heiligtum mit 500 Buddhafiguren, 1600 Relieftafeln, Ansätzen von Landschaftsdarstellungen, auf 9 Terassen mit insgesamt ca. 5 km Länge.



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Alfred der Große, späterer englischer König (+901) wird geboren.



850

Ludwig II. (König der Langobarden), Sohn Lothars I., wird von Papst Leo IV. zum Kaiser gekrönt.



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Araber erobern Korsika.



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Vierrädrige, lenkbare und reich mit Schnitzornamenten versehene Holzwagen sind bei den Wikingern in Gebrauch (Funde von Oseberg).



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Beginn der Besiedlung Islands durch norwegische Wikinger



851

Kaiser Ludwig II. (König der Langobarden) wehrt Angriff und Belagerung der Sarazenen auf Bari ab.



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Karl II. (Karl der Kahle) erkennt Eripoe, Sohn von Nomioe, Graf der bretonischen Mark, als König an.



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Die Armbrust wird in Frankreich erstmals als Waffe erwähnt (in Deutschland erst im 12.Jhdt. häufiger anzutreffen).



853

Papst Leo IV. ruft zur Verteidigung Roms gegen die Sarazenen auf:"Wer in diesem Kampf fällt, dem wird das Himmelreich nicht versagt bleiben." Der spätere Kreuzzugsablass wird hier vorgedacht.



854

Ulm wird erstmals als Königspfalz erwähnt.



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Das (aus indisch-persischer Herkunft stammende) Schachspiel wird durch die Araber in Europa eingeführt (sowohl über Spanien wie auch Süditalien; Karl I. -der Große- hatte bereits eins).



855

Teilung des fränkischen Mittelreiches unter den drei Söhnen Lothars I.: Ludwig II. (* ca 822, +875) behält Kaiserwürde und Italien: Lothar II. das nach ihm benannte Lothringen; Karl (Karl der Kahle) Provence und Südburgund.



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In England wird der "Peterspfennig" als Kirchensteuer von jedem Haussstand erhoben.



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Kaiser Lothar I. stirbt im Kloster Prüm (Kaiser seit 840, * 795).



Links zum Thema :Lothar I